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Kinder sehen die Welt – im wahrsten Sinne des Wortes – mit anderen Augen. Sehschwächen werden von Kindern häufig nicht selbst bemerkt bzw. nicht geäußert. Deshalb werden über 60% der Sehschwächen bei Kindern zu spät entdeckt. Das ist von großer Bedeutung für die zukünftige Sehentwicklung. Werden Fehlsichtigkeiten oder Schielstellungen nicht rechtzeitig (bis zum ca. 6. Lebensjahr) erkannt, kann ein dauerhaftes, irreparables Sehdefizit resultieren. Deshalb ist eine versierte Untersuchung durch eine speziell ausgebildete Orthoptistin sowie durch einen augenärztlichen Facharzt äußerst wichtig.

kind teddySchielen ist nicht nur ein Schönheitsfehler!
Schielen führt häufig zur Schwachsichtigkeit eines Auges (Amblyopie). Als Resultat fehlt häufig das räumliche Sehen und kann auch im weiteren Verlauf des Lebens nicht mehr entwickelt werden. Wenn man hingegen rechtzeitig und konsequent behandelt, lässt sich die Sehschärfe des schielenden Auges erhalten bzw. wieder herstellen. Nach ca. dem 6. Lebensjahr sind die bei Ihrem Kind entstandene Sehdefizite so groß, dass sie meist nicht mehr zu beheben sind.

Die Behandlung von kindlichen Sehfehlern besteht je nach Alter meist zunächst in der Verordnung einer Brille. Diese sollte das Kind möglichst ständig tragen! Bei bestimmten Schielformen beseitigt alleine das Tragen der Brille die Fehlstellung der Augen.

Im Allgemeinen wird der Augenarzt die Brille etwa bis zum 8. Lebensjahr jährlich etwas verändern müssen. Dies ist eine Folge der Tatsache, dass das Kind nicht von Anfang an den vollen Wert der benötigten Gläserstärke annimmt und sich erst allmählich daran gewöhnen muß. Es bedeutet nicht unbedingt, dass sich die Augen in dieser Zeit zunehmend verschlechtern.

Ein wichtiger Schritt der Behandlung besteht darin, das schielende Auge zum „Arbeiten“ zu bringen. Das Kind benutzt beim Sehvorgang das abgewichene Auge nicht - der Seheindruck des Auges wird unterdrückt (supprimiert). Um diese Unterdrückung (Suppression) zu durchbrechen, ist es nötig, das "gute Auge" abzudecken (zu okkludieren). So wird dem schielenden, schwächeren Auge die Möglichkeit geben, das Sehen „zu lernen“. Der Vorgang des Abklebens (Okklusion) muß regelmäßig vom Augenarzt und der Orthoptistin überwacht und individuell dosiert werden.

Wenn beide Augen abwechselnd das Sehen übernehmen, ist die Gefahr der Schwachsichtigkeit (Amblyopie) überwunden. Es ist ein Zeichen dafür, dass an beiden Augen annähernd gleiches Sehvermögen vorliegt und das Kind nun willkürlich mit dem rechten bzw. linken Auge sieht.

Eine Schieloperation kommt im Allgemeinen erst dann in Frage, wenn dieses abwechselnde Sehen (Alternieren) erreicht ist. Falls der Schielwinkel sehr groß ist, kann möglicherweise erst in einem zweiten Eingriff das gesteckte Ziel erreicht werden! Eine Operation allein kann die Schwachsichtigkeit des schielenden Auges jedoch nicht beseitigen. Sie dient lediglich der „Geradstellung“ des Auges.

Bei speziellen Schielformen sind neben Okklusionsbehandlung (Abdecken), Brillenverordnung und Schieloperation noch Übungen an besonderen Geräten notwendig. Diese Übungen können unter fachkundiger Anleitung und Kontrolle in unserer Sehschule durchgeführt werden.

Erstberatung durch spezialisierte Fachärzte

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Wie funktioniert das menschliche Auge?

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Kosten und Finanzierung

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